Macht Jogging fit oder krank?

Der Frühling lockt zum Training in der Natur. Also nix wie los, die Joggingschuhe aus dem Schrank und raus in den Wald. Doch wer hat schon weich dämpfenden Waldboden und Natur pur mit sauberer Luft vor der Haustüre? Bringt das Joggen in der Stadt - auf Asphalt und den Abgasen ausgesetzt - überhaupt einen gesundheitlichen Nutzen? Die Meinungen der Fachleute gehen weit auseinander...

Der Jogging-Befürworter

Dr. Frank Klenke, Arzt an der Klinik für orthopädische Chirurgie des Inselspitals, stellt bei FreizeitsportlerInnen, die bis 50 km pro Woche laufen, folgendes fest:
Aus Klenkes Sicht sind bei FreizeitsportlerInnen Gelenkverletzungen und Übergewicht das massgebliche Arthroserisiko.

Der Jogging-Skeptiker

Professor Stefan Eggli, Kniespezialist im Sonnenhofspital, der mit seinem Team über 1‘000 Knie pro Jahr operiert sieht es hingegen so:
Aus Egglis Sicht ist Joggen nur für Personen mit robustem Körperbau, ausgefeilter Lauftechnik und gutem Schuhwerkt geeignet und kein Sport für Alle.

Was tun?

Joggende müssen sich fragen, ob sie die Konstitution, die Technik, die Ausrüstung und das Gelände haben, die ein gesundes Laufen ermöglichen. Joggende gehen das Risiko ein, früher oder später mit Gelenkschäden beim Orthopäden zu landen. Joggende sollten sich Alternativen überlegen und ausprobieren, die eine ähnliche Befriedigung bringen. Zum Beispiel draussen Walken oder Radfahren oder das Training im Wasser.

Gesundheits-Tipp

Die Vorteile des Wassertrainings gegenüber dem Jogging sind vielfältig:

Die Aqua-Angebote beim Aquateam Bern finden fast vor der Haustüre statt. Ausserdem stehen morgens mittags und abends in 15 Bädern rund 130 Kurse pro Woche zur Auswahl.

>> Link zu den Kursen

 

Matthias Brunner und Edith Locher, Turn- und Sportlehrer, UNI Bern
GeschäftsführerIn und InhaberIn Aquateam Bern